Bürocontainer als Containergebäude

22.08.2014

Haben Sie sich jemals gefragt, wie ein neues Gebäude für die Schule oder die Büroarbeit so schnell gebaut werden? Die Antwort ist einfach: Diese Gebäude sind von Montageobjekten, meistens aus Bürocontainer gebildet.
Einfache aber stabilen Stahlkonstruktion sorgt dafür, dass viele Bürocontainer für kurze Zeit angeschlossen werden können.


Nicht weit von Steinbach, in Darmstadt vor wenigen Tagen begann der Bau der Containergebäude in der Hochschule Darmstadt (HDA).
 

 

 

 

 

Über diese Theme schreibt  “Echo-Online”:


“ In der Stephanstraße haben am Montagmorgen die Arbeiten zur Versetzung eines Container-Komplexes der Hochschule Darmstadt (HDA) begonnen. Der Trakt aus 128 Modulen wird von einem Mobilkran Stück für Stück auf eine benachbarte Fläche gehoben.


DARMSTADT. „Peter, das muss noch zwei Zentimeter hier raus. Sieht gut aus. Weiter, weiter, jetzt noch zwei Millimeter. Gut!“ Bauleiter Semsettin Günes ist zufrieden. Der Stahlrahmen des Containers schließt exakt mit den Kanten des Nachbarmoduls ab. Mit Wasserwaage und Nivelliergerät geht es nun an letzte Nuancen der endgültigen Platzierung.


Die Arbeiter operieren mit Moniereisen, Ausgleichsplatten und Vierundzwanziger-Schlüssel – dann werden die Ketten gelöst, der 200-Tonnen-Mobilkran schwenkt herum, um auf der anderen Seite der Stephanstraße den nächsten Container aufzunehmen.


Präzisionsarbeit und Einsatz von Körperkraft: Beides muss reibungslos zusammenwirken, wenn 128 Bürocontainer – jeder sechs Meter lang, drei Meter breit und anderthalb bis vier Tonnen schwer – nach kurzem Lufttransport passgenau aneinander gesetzt werden, um zusammen einen Gebäudetrakt zu bilden.


Genau diesen Gebäudetrakt gab es schon einmal: Entworfen von dem Darmstädter Architekten Stefan Wagner, stand das zweistöckige Containerbauwerk am Verbindungsweg zwischen Stephanstraße und Berliner Allee. Im Sommer 2009 war es auf dem Gelände der ehemaligen Roether-Druckerei errichtet worden, um während der Sanierung des HDA-Hochhauses Studierende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik aufzunehmen. Ziemlich genau fünf Jahre später wird der Modulbau wieder in seine 128 Elemente zerlegt, um in derselben Form auf einer nahe gelegenen Fläche neu zu entstehen.


Die Hochschule hat das Areal bis Ende 2017 von der benachbarten Echo Medien GmbH gepachtet.


Nutzung zumindest bis 2017


Rund 150 Betonsockel hatte eine Baufirma zuvor in Reih und Glied auf dem Grundstück platziert: Fundamente für den 54 Meter langen und 20 Meter breiten Containerbau, die nach dessen Abbau ebenfalls wieder entfernt werden können. Aber so weit ist es noch nicht.


„Die insgesamt 660 Plätze in den Container-Räumen werden in erster Linie genutzt für Blockveranstaltungen der Fachbereiche Gesellschaftswissen und Soziale Arbeit, Informatik, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Kunststofftechnik“, erklärt Martin Wünderlich, Sprecher der HDA. Eine Weiterverwendung bis 2017 sei fest eingeplant – „ob darüber hinaus noch Bedarf besteht, wird frühestens 2016 bewertet werden können“.


So oder so hat sich die Hochschule entschieden, die seit 2009 gemieteten Container zu kaufen. Die Kosten für Erwerb und Umsetzung gibt Wünderlich mit 600 000 Euro an – finanziert aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern zur Bewältigung des aktuellen Studentenan-drangs.


Maximal zwei Wochen soll die Versetzung des Container-baus dauern. Ab dem heutigen Dienstag wird zusätzlich ein zweiter, etwas kleinerer Mobilkran im Einsatz sein und Module vom Westteil des Gebäudes Richtung Stephanstraße verfrachten, wo sie vom größeren Kran übernommen werden.


Wozu die ganze Operation? Die Hochschule plant am bisherigen Standort der Container einen Neubau für den Fachbereich Chemie- und Biotechnologie. Dessen Lehrveranstaltungen sind bislang verteilt auf Gebäude in der Hochschulstraße und der Schnittspahnstraße.


Für den Umzug des Proviso-riums sollen die gegenwärtigen Semesterferien genutzt werden, auch wenn die Bauarbeiten nicht mehr in diesem Jahr beginnen werden.”

 


Quelle: Echo Online - Containergebäude der HDA wird umgesetzt
 

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