Sanitärcontainer für Freiburg

26.03.2014

Die Wagenburg Eselwinkel hat zwei neue Sanitärcontainer. Die bisherigen waren bald doppelt so alt wie die Wagenburg selbst, die seit 15 Jahren in der Nähe des Flugplatzes besteht und von der Stadt betreut wird. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach übergab die Anlage mit Duschen, Toiletten und Waschmaschinen am Dienstag feierlich den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Im herbstlichen Wäldchen zwischen Hermann-Mitsch-Straße und Möbel Braun stand am Dienstagnachmittag ein weißes Partyzelt, drunter Tische mit Saft und Butterbrezeln, davor Wagenburgbewohner mit Kaffeetasse oder einem Fläschchen Bier in der Hand, dazwischen ein etwas irritierter Hund.

 

 

Vertreter von Stadtverwaltung und vom städtischen Beirat für den Wagenplatz haben zu einer kleinen Feier geladen. Der Anlass: Die Sanitärcontainer für die 29 Bewohner stehen. "Die alten waren marode, die Ratten sind reingekrochen, es war untragbar", sagte Werner Wagner, der Vorsitzende des Beirats, der sich um die Belange der Bewohner kümmert. Er lobte die Stadtverwaltung. "Die alten Sachen sind ausgetauscht, die Ältesten, die hier noch rumstehen, sind Thomas Rapp und ich." Wagner und der Abteilungsleiter vom Amt für Wohnraumversorgung begleiten die Wagenburg von Anfang an.

 

Die ersten Wagen zogen im Jahr 1998 an den Standort. "Die alten Sanitärcontainer waren nicht nur von Anfang an dabei, sondern vorher in der Wiesentalstraße", sagte Ulrich von Kirchbach. Die Stadtverwaltung hatte sie ursprünglich für einen Wohnheimumbau angeschafft. "Nach 27 Jahren waren sie einfach fertig", meinte von Kirchbach. Als er den Eselwinkel zuletzt besucht habe, sei ihm klar gewesen, dass gehandelt werden müsse. Das hat etwas gedauert. Rapp ist froh, dass es jetzt geklappt hat: "Es war überfällig."

Die Container sind neu, angeschlossen und beheizt – einer für Frauen, einer für Männer, mit je zwei Toiletten, Duschen, Waschbecken, einer Waschmaschine und einem Trockner. Kleinigkeiten sind noch zu erledigen, ein Dach über den Eingängen und die Verkleidung von Leitungen, so Rapp. "Aber es ist alles in trockenen Tüchern." Bewohnerinnen wünschten sich bei der Übergabe noch, ihren Duschbereich abschließen zu können.
 

Am Eselwinkel leben auch die Schattenparker


Thomas Rapp ist im Rathaus für die Wohnheimverwaltung und damit auch für zwei Wagenburgen zuständig: Der Eselwinkel ist der offizielle Wagenplatz der Stadt und steht unter amtlicher Verwaltung. Die Rieselfelder Wagenburg Biohum ist eine Einrichtung des Sozial- und Jugendamtes. Dort lebt Carsten Kallischko, der auch für die Straßenzeitung "Freie Bürger" arbeitet und am Dienstag fragte: "Eine Toilette und eine Dusche sind eigentlich ein Grundbedürfnis, warum muss das feierlich eingeweiht werden?" Von Kirchbach erklärte, dass immerhin 32 000 Euro investiert worden seien. "Es war nicht einfach auf Verwaltungsseite, das zu machen."

Am Sträßchen "Am Eselwinkel" befindet sich noch eine weitere Wagenburg – nicht zu verwechseln mit den Eselwinkel-Bewohnern: In direkter Nachbarschaft leben 40 Schattenparker auf gemietetem städtischem Grund. Bis vor rund zwei Jahren hatten sie zwei kleine Flächen links und rechts der Straße. Dann zogen sie auf eine, vergrößerte Fläche, weil die Stadt das Areal "Ponyhof" vermarkten wollte. Ihr Mietvertrag wurde bis Sommer 2019 verlängert, sagte Rathaussprecher Toni Klein. Der Ponyhof ist noch nicht verkauft. Klein zufolge laufen derzeit Gespräche mit einem gewerblichen Investor.

 

Quelle: Badische Zeitung - Stadt kauft neue Sanitärcontainer für die Wagenburg Eselwinkel

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